Hetropodazucht - Nitritpeak

 
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Zum Thema Wasser braucht man eigentlich gar nicht so viel wissen, wenn man nur die Gefahrenpunkte Nitritpeak und Ammoniak versteht.

Die Garnele frisst eiweißhaltiges Futter und verstoffwechselt dieses.
Den überschüssigen Stickstoff (N2) daraus scheiden sie als
Ammonium aus. (Ammonium ist ungefährlich)
(Weiterlesen, so schwer ist das nicht!)

Bakterien, die
Nitrosomonas, verstoffwechseln Ammonium zu Nitrit. Steigt dieser Wert (bevorzugt am 3. Tag der Neueinrichtung) dramatisch an, wird das zum Problem für die Aquarienbewohner, denn Nitrit ist bei hoher Konzentration giftig. Wir sprechen jetzt vom NITRITPEAK. Den Nitritpeak kann man teilweise schon riechen, das Wasser riecht leicht sauer. Weiterhin würden die Turmdeckelschnecken jetzt auch bei Tage an den Scheiben in Richtung Wasseroberfläche drängen.


Nitrobacter (das große, rote Feld auf der Grafik) benötigen zum Abbau des Nitrit sehr viel Sauerstoff und sterben in Ermangelung von Sauerstoff relativ schnell. Daher ist der Filter im Aquarium inaktiv! wenn ich nachts den Filter ausstelle. Das Gleiche gilt auch für den Gartenteich, die Pumpe muss auch hier durchgehend laufen, sonst ist die nitritabbauende Funktion der Bakterien nicht gegeben, die müssen sich erst wieder ansiedeln.
Nitrobacter benötigen also viel Sauerstoff, was heißt das für den Neuanlauf des Beckens?

Jetzt kommt das Thema Starterbakterien ins Spiel:
Fülle ich
Nitrobacter (genau diese Bakterien brauche ich) in einer Flasche ab, mache den Deckel zu und stelle sie
ins Regal...

Wenn ich ein neues Becken einfahren will, besorge ich mir Filterschlamm aus einem eingefahren Becken (Filtermedium ausdrücken) und kippe diese braune Brühe in das neue Becken. Nach 1-2 Tagen hat man wieder freie Sicht und umgeht so meist den Nitritpeak. Das Becken ist mit allen notwendigen Bakterien geimpft. Beim Aquaball Filter brauche ich nur eine Filterpatrone aus einem laufenden Becken in den neuen Aquaball zu klemmen, dazu die obere. flache Filterscheibe aus einem anderen laufenden Becken und kann das neue Becken sofort starten. Bei hohen Werten hilft nur ein täglicher, 50%iger Wasserwechsel, bis die Messung moderate Werte ergeben

Weiter zu der Darstellung:

Nitrobacter haben das Nitrit zu ungefährlichem
Nitrat umgewandelt.
Nitrate und Ammonium sind Nahrung für unsere Aquarienpflanzen oder werden bei unserem regelmäßigen!!! Wasserwechsel teilweise entfernt.


Ein weiterer Gefahrenpunkt ist eine Ammoniakvergiftung.

PH größer als 7 = Ammoniak
PH kleiner als 7 = Ammonium

Wenn ich die 2 Wochen Einlaufzeit des Beckens verkürzen will und auf die beschriebene Weise Filterschlamm als Starter benutze kann ich zusätzlich beispielsweise mit Schwarztorfgranulat aus dem Fachhandel (in einen Nylonstrumpf ins Becken gehängt) vorübergehend den PH Wert unter 7 ziehen, dann keine Bildung von Ammoniak möglich.

(Vorsicht, zu viel Schwarztorfgranulat zieht den PH in kleineren Becken schnell mal gegen 3, hier sollte man vorsichtig vorgehen, wenn man nicht selber den PH Wert messen kann!)